Incoterms sind standardisierte Handelsklauseln der Internationalen Handelskammer (ICC), die in Kaufverträgen unter anderem Verantwortlichkeiten für Transportkosten, Risikoübergang und bestimmte Export- beziehungsweise Importpflichten zwischen Verkäufer und Käufer beschreiben.
Was in der Praxis wichtig ist
Für die Disposition zählt die konkrete Sendung und nicht nur die allgemeine Bezeichnung. Deshalb sollten Besonderheiten früh genannt und nicht erst am Abholtag geklärt werden.
- Incoterms regeln nicht automatisch Eigentumsübergang, Zahlungsbedingungen oder alle Einzelheiten des Beförderungsvertrags.
- Die verwendete Klausel sollte zusammen mit einem benannten Ort und der geltenden Incoterms-Version angegeben werden.
- Die Spedition muss wissen, welche Partei welche Transport- oder Zollaufgabe übernehmen soll.
Welche Angaben sind für die Spedition wichtig?
Welche Unterlagen konkret erforderlich sind, hängt von Route, Warenart, Vertragsbeziehung und gegebenenfalls dem Zollverfahren ab.
Interne Bestellnummern, Sendungsreferenzen und Ansprechpartner sollten so verwendet werden, dass Versender, Frachtführer, Empfänger und Buchhaltung dieselbe Sendung eindeutig zuordnen können.
Für die operative Planung sollten Maße, Gewichte und Standortbedingungen vor der Buchung intern geprüft werden. Verlässliche Ausgangsdaten erleichtern eine passende Fahrzeug- und Ablaufplanung.
Kurze Checkliste
- Klausel mit benanntem Ort angeben
- Version prüfen
- Zuständigkeiten intern klären
- Incoterm nicht mit Transportservice verwechseln
Passende weiterführende Informationen finden Sie unter Was bedeutet DAP (Delivered at Place)? und Wer ist Versender und wer ist Empfänger?.