Frachtführerhaftung ist die rechtliche Haftung des ausführenden Frachtführers für Verlust, Beschädigung oder bestimmte Verzögerungsschäden unter den anwendbaren Transportregeln und Vertragsbedingungen. Sie entspricht nicht automatisch dem vollständigen Verkaufs- oder Wiederbeschaffungswert.

Darauf sollten Unternehmen achten

Je genauer die Angaben bei der Anfrage sind, desto zuverlässiger lassen sich Fahrzeug, Handling und Termin planen. Nachträgliche Änderungen können eine neue Prüfung erforderlich machen.

  • Für grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr kann das CMR-Übereinkommen relevant sein.
  • Haftungsgrenzen und Ausschlüsse hängen vom konkreten Fall ab.
  • Unzureichende Verpackung kann die Schadenbewertung erheblich beeinflussen.

Welche Angaben sind für die Spedition wichtig?

Haftung und zusätzliche Transportversicherung sind nicht dasselbe. Deckungsumfang, Ausschlüsse und Meldefristen sollten vor dem Transport geklärt werden.

Bei sichtbaren Schäden sollte der Zustand bereits bei der Übergabe dokumentiert und ein konkreter Vorbehalt auf dem Ablieferbeleg vermerkt werden.

Wenn eine Angabe noch unklar ist, sollte sie vor der Buchung geklärt werden. Eine kurze Rückfrage ist meist einfacher als eine Änderung nach bereits erfolgter Disposition.

Kurze Checkliste

  • Transportdokumente aufbewahren
  • Warenwert belegen
  • Schadenursache dokumentieren
  • Haftungsprüfung nicht mit Versicherung gleichsetzen

Passende weiterführende Informationen finden Sie unter Spedition vs. Frachtführer: Was ist der Unterschied?, Frachtführerhaftung oder Transportversicherung: Was ist der Unterschied? sowie Wie melde ich einen Transportschaden?.